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Grunderwerbsteuer Nordrhein-Westfalen 2026

In Nordrhein-Westfalen liegt der Satz seit 01.01.2015 bei 6,5 %. Gib deinen Kaufpreis ein, dann rechnet die Seite die Steuer aus.

Zum Beispiel 300.000

Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen

19.500 €

Steuersatz: 6,5 %

Rechenweg

  1. 300.000 € × 6,5 % = 19.500 €
  2. Das Ergebnis ist ein voller Euro-Betrag, es muss nicht gerundet werden.

Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen zahlst du 6,5 % Grunderwerbsteuer auf den Kaufpreis. Der Satz gilt seit dem 01.01.2015, die Rechtsgrundlage dafür ist Landesgesetz vom 25.07.2011, GV. NRW 2011, S. 389.

Nach dem Stand dieser Seite (20.10.2026) hat sich der Satz seit rund 11 Jahren nicht geändert. Wer heute einen Kaufvertrag unterschreibt, rechnet also mit demselben Satz wie jemand, der 2015 gekauft hat.

Was ein Kauf in Nordrhein-Westfalen kostet

Nimm an, du kaufst in Nordrhein-Westfalen eine Eigentumswohnung für 300.000 €. Dann rechnest du 300.000 € mal 6,5 % und kommst auf 19.500 € Grunderwerbsteuer.

Bei 500.000 € Kaufpreis sind es 500.000 € mal 6,5 %, also 32.500 €. Die Steuer steigt gleichmäßig mit dem Preis, einen Stufentarif gibt es nicht. Weil die Steuer auf volle Euro abgerundet wird, kann sie bei einem krummen Kaufpreis ein paar Cent unter dem glatten Produkt liegen.

In Bayern mit 3,5 % würdest du für dieselben Kaufpreise 10.500 € und 17.500 € zahlen. Nordrhein-Westfalen kostet dich 9.000 € mehr bei 300.000 € und 15.000 € mehr bei 500.000 €.

Nordrhein-Westfalen im Vergleich mit den anderen Ländern

Nordrhein-Westfalen gehört mit 6,5 % zu den 4 Ländern mit dem höchsten Satz, nämlich Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein. Gegenüber Bayern (3,5 %) zahlst du hier bei 300.000 € 9.000 € und bei 500.000 € 15.000 € mehr. Der Durchschnitt aller Länder, ohne Gewichtung nach Einwohnern, liegt bei 5,56 %.

Denselben Satz von 6,5 % verlangen auch Brandenburg, Saarland und Schleswig-Holstein. Zwischen diesen Ländern macht die Steuer also keinen Unterschied, es kommt allein auf Preis und Lage der Immobilie an.

Die Nachbarländer von Nordrhein-Westfalen

Der Satz gilt im ganzen Land, die Gemeinde spielt keine Rolle. Angrenzende Länder sind Niedersachsen (5,0 %), Hessen (6,0 %), Rheinland-Pfalz (5,0 %).

Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz liegen niedriger. Ein Objekt für 300.000 € in Niedersachsen würde 15.000 € Grunderwerbsteuer kosten, das sind 4.500 € weniger als in Nordrhein-Westfalen.

Wichtig ist, wo das Grundstück liegt, nicht wo du wohnst. Die Landesgesetze knüpfen an Grundstücke an, die im jeweiligen Land liegen. Ein Umzug über die Landesgrenze spart dir deshalb nur dann Steuer, wenn du das Grundstück auch dort kaufst.

Freigrenze und Ausnahmen

Steuerfrei bleibt ein Erwerb nur dann, wenn der maßgebende Wert 2.500 € nicht übersteigt (§ 3 Nr. 1 Grunderwerbsteuergesetz). Das ist eine Freigrenze und kein Freibetrag. Bei 2.500 € zahlst du nichts, bei 2.501 € sind es in Nordrhein-Westfalen 162 €, berechnet vom ganzen Betrag. Bei Wohnungen und Häusern spielt das keine Rolle.

Daneben nennt das Gesetz Vorgänge, bei denen gar keine Grunderwerbsteuer anfällt. Der Rechner berechnet sie nicht. Die wichtigsten sind diese:

  • Verkauf zwischen Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartnern (§ 3 Nr. 4 Grunderwerbsteuergesetz)
  • Übertragung an den früheren Ehepartner oder Lebenspartner, wenn nach einer Scheidung das Vermögen aufgeteilt wird (§ 3 Nr. 5 und 5a)
  • Erwerb durch Verwandte in gerader Linie, also zum Beispiel von den Eltern auf die Kinder oder von den Großeltern auf die Enkel. Stiefkinder und die Ehepartner dieser Personen sind gleichgestellt (§ 3 Nr. 6)
  • Erbschaft und Schenkung, die stattdessen nach dem Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz besteuert werden (§ 3 Nr. 2)
  • Erwerb eines Nachlassgrundstücks durch Miterben, wenn sie den Nachlass untereinander aufteilen (§ 3 Nr. 3)

Wer in Nordrhein-Westfalen die Steuer zahlt und worauf sie berechnet wird

Nach dem Gesetz schulden Käufer und Verkäufer die Steuer gemeinsam, weil beide Vertragsteile sind (§ 13 Nr. 1). Im Kaufvertrag wird aber üblicherweise festgelegt, dass der Käufer sie trägt. Der Notar meldet den Vorgang dem Finanzamt (§ 18), von dort kommt der Steuerbescheid.

Berechnet wird die Steuer von der Gegenleistung. Das ist beim Kauf der Kaufpreis plus alles, was du dem Verkäufer über den Preis hinaus leistest, zum Beispiel übernommene Verbindlichkeiten (§ 9 Abs. 1 Nr. 1). Wie sich mitverkaufte Möbel auswirken, solltest du vor der Beurkundung mit dem Notar klären.

Fragen und Antworten

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen?

Sie beträgt 6,5 % des Kaufpreises und gilt seit dem 01.01.2015. Bei 300.000 € Kaufpreis sind das 19.500 €.

Wie viel Grunderwerbsteuer zahle ich bei 400.000 € in Nordrhein-Westfalen?

Du zahlst 26.000 €, das ist 400.000 € mal 6,5 %. Bei 500.000 € wären es 32.500 €. Die Steuer wird auf volle Euro abgerundet.

Gilt der Satz von Nordrhein-Westfalen auch, wenn ich in einem anderen Land wohne?

Ja, sobald die Immobilie in Nordrhein-Westfalen liegt. Dein Wohnort spielt keine Rolle. Zum Vergleich die Nachbarländer: Niedersachsen 5,0 %, Hessen 6,0 %, Rheinland-Pfalz 5,0 %.

Wo steht Nordrhein-Westfalen im Vergleich der Bundesländer?

Auf Platz 13 von 16, wobei Platz 1 der niedrigste Satz ist. Der niedrigste Satz liegt bei 3,5 %, der höchste bei 6,5 %. Bei 300.000 € Kaufpreis macht das einen Unterschied von 9.000 €.

Gibt es in Nordrhein-Westfalen eine Freigrenze oder Ausnahmen?

Bundesweit bleibt ein Erwerb bis 2.500 € steuerfrei. Außerdem sind unter anderem Verkäufe zwischen Ehepartnern, Übertragungen in gerader Linie, Erbschaften und Schenkungen ausgenommen (§ 3 Grunderwerbsteuergesetz). Die Länder legen nur den Satz fest und ändern an diesen Regeln nichts.

Woher die Zahlen kommen

Stand der Daten: 20.10.2026